Dortmunder Dokumentarfilmpreis 2011
des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln
- Helga Reidemeister
Die Idee: Mein Entwurf zeigt die abstrahierte und überdimensionierte Form einer Lilienpolle. Die Lilie wird – neben ihrer eleganten Anmutung – als “ausdauernde, krautige Pflanze” beschrieben, die die Fähigkeit besitzt, “die Zwiebel bei Bedarf tiefer in die Erde zu ziehen, bis die ideale Tiefe erreicht ist.” Während meiner Entwurfarbeit hatte ich die langjährige Dokumentar-Filmemacherin Helga Reidemeister vor Augen. Mit journalistischer Ausdauer und Zielstrebigkeit gräbt sie sich unbeirrbar in ihr Thema ein, geht der Sache auf den Grund und bringt es für uns wieder an die Oberfläche. So heißt es in einem Auszug aus der Laudatio zur Ehrenpreisträgerin des neuen Dortmunder Dokumentarfilmpreises auch: “… Reidemeister dreht seit 40 Jahren ausschließlich Dokumentarfilme und nimmt sich konsequent brisanter Themen an. Im Zentrum ihrer Filme stehen dabei Menschen, die sich in schwierigsten Umständen nicht unterkriegen lassen. Beim Blick auf deren Biografien und Schicksale verliert sie nie die politischen und sozialen Implikationen aus dem Fokus. Für sie ist und bleibt das Private politisch.”
Die Form und das Material: Die Form meines Entwurfs nimmt das Weiche und Bauchige der Polle auf und steht im Kontrast zur strengen Sockelform. Dadurch ergibt sich bewußt ein Objektcharakter. Die ausgewählten Materialien – lackierte Wenge und 6 mm starker satinierter und trovalierter Edelstahl – stehen zunächst im Kontrast, die Härte des Stahls wird aber durch seine weiche Formgebung aufgehoben und von der Wärme des Wengenholzes getragen.
Maße: Objekt ca.15 cm x 9,5 cm x 0,6 cm | Sockel ca.16 cm x 7 cm x 6 cm
>>> Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln


